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General-Trading-Lizenz in Dubai-Freizonen: Der Transparenzbericht 2026

Der auf der Startseite einer Freizone beworbene Preis ist fast nie die Summe, die Sie tatsächlich für einen betriebsbereiten Start zahlen. Wir haben die Gebührenordnungen von Mai 2026 abgeglichen, um die verifizierten Gesamtkosten für eine General-Trading-Lizenz in Dubai-Freizonen offenzulegen.

Wichtigste Erkenntnisse

Die tatsächlichen Kosten einer General-Trading-Lizenz 2026

Eine General-Trading-Lizenz ist das „Schweizer Taschenmesser“ für Unternehmer in den VAE: eine einzige Rechtsform für Import, Export und Vertrieb verschiedenster, nicht verwandter Waren. Diese Flexibilität schafft jedoch eine spürbare Lücke zwischen Werbepreis und tatsächlichen Betriebskosten.

Warum General Trading teurer ist als Commercial-Lizenzen

Standard-Commercial-Lizenzen beschränken auf eine spezifische Aktivität; eine General-Trading-Lizenz hebt diese Grenzen auf und erfordert dafür strengere Aufsicht durch die Freizonenbehörde. Banken betrachten diese Unternehmen zudem risikoreicher – diverse Warenströme erschweren die AML-Prüfung, was die Kontoeröffnung verlängern kann.

Der Markt 2026: Was hat sich geändert?

Die meisten Behörden sind vollständig auf digitale „E-Channel“-Bearbeitung umgestiegen – das beschleunigt den Prozess, bringt aber feste digitale Servicegebühren mit sich. Die Gesamtkosten setzen sich 2026 aus fünf Posten zusammen: Lizenzgebühr, einmalige Registrierung, Establishment Card, E-Channel-Registrierung und Pflichtbüro bzw. Flexi-Desk-Miete.

Die offizielle Gebührenordnung 2026 im Detail

Pflicht-Verwaltungs- und Portalgebühren

Das E-Channel-System ist Ihre digitale Brücke zum Innenministerium – eine Pflichtgebühr für Visabearbeitung und Einwanderungsverwaltung, mit Erstregistrierung plus jährlicher Verlängerung. Die Establishment Card (auch CICPA-Karte) ist zwingend, sobald Sie Mitarbeiter sponsern wollen, und kostet meist 1.000 bis 2.000 AED.

Bürofläche und virtuelle Desk-Anforderungen

Ein Flexi-Desk kostet meist 3.000 bis 7.000 AED jährlich und begrenzt Sie meist auf zwei bis drei Visa. Für größere Teams ist physisches Büro nötig, da die Behörden ein festes Verhältnis von Fläche zu Visum vorschreiben. Jedes Visum kostet zusätzlich 3.000 bis 5.000 AED inklusive Gesundheitscheck, Emirates ID und Visastempel.

Freizonen im Vergleich: Ihr „Right Fit“ finden

IFZA vs. Meydan: der Wertkampf 2026

IFZA-Pakete starten öffentlichen Quellen zufolge bei rund 12.900 AED (kein offizieller Fixpreis – aktuelles Angebot erforderlich), beliebt wegen schneller Ausstellung und digitalem Workflow. Meydan-Pakete starten bei rund 12.500 AED; die Nähe zu Downtown Dubai und der „No-Objection“-Status für bestimmte Aktivitäten können den Ausschlag geben.

Kreativ- und Medienzonen für den Handel

Sharjah Media City (SHAMS) bietet Pakete ab rund 5.750 AED und eignet sich besonders für E-Commerce-Händler ohne Bedarf an einem physischen Dubai-Büro. Nördliche Jurisdiktionen bieten zudem oft günstigere Visakosten für wachsende Remote-Teams.

Versteckte Kosten und Verwaltungsfallen vermeiden

Viele Vermittler verstecken eine „Professional Service Fee“ von 3.000 bis 5.000 AED in ihren Rechnungen – das ist keine offizielle Behördengebühr, sondern reine Vermittlerprovision. Fordern Sie stets eine Posten-für-Posten-Aufschlüsselung aller Behördengebühren an. Verspätete Verlängerung kostet ab 200 AED monatlich Bußgeld; eine fehlende Körperschaftsteuer-Registrierung kann noch teurer werden.

Die Visabearbeitungskette

Vom Einreiseerlaubnis über Gesundheitscheck und Emirates-ID-Biometrie bis zur Visastempelung liegen die Gesamtkosten meist bei 3.000 bis 5.000 AED je Person. Investorenvisa sind wegen anderer Aufenthaltsbedingungen oft teurer als Mitarbeitervisa.

Körperschaftsteuer und MwSt.-Compliance 2026

Jedes neue Unternehmen muss sich unabhängig vom erwarteten Umsatz für die Körperschaftsteuer registrieren. Der Steuersatz liegt bei 9 % ab 375.000 AED steuerpflichtigem Einkommen; Buchhaltung und Jahresprüfung sind wiederkehrende Kostenpunkte, die von Anfang an eingeplant werden sollten.

Ihr Fahrplan für den Start 2026

Die benötigte Visaanzahl ist der wichtigste Einflussfaktor auf Ihr Gesamtbudget. Fünf Mitarbeitervisa schränken die Zonenauswahl deutlich stärker ein als ein Solo-Setup. Bereiten Sie Passkopien und Geschäftspläne exakt nach den Mai-2026-Standards Ihrer gewählten Zone vor, um teure „Nachreichungs“-Gebühren zu vermeiden.

Den Kostenrechner präzise nutzen

Geben Sie Visaanzahl, Bürotyp und Handelsaktivität ein, um ein geprüftes Echtzeitangebot zu erhalten – ein „Apples-to-Apples“-Vergleich zwischen IFZA, Meydan und SHAMS ohne Website-Hopping.

Ihre Lizenzwahl abschließen

Eine Lizenz ist nur Papier, bis sie mit einem funktionierenden Bankkonto kombiniert wird. Prüfen Sie vor der Entscheidung, ob Ihre gewählte Zone mit den wichtigsten digitalen und traditionellen VAE-Banken kompatibel ist – die „günstigste“ Lizenz kann im Betrieb teurer werden, wenn sie nicht das nötige Ansehen bei Ihren Zulieferern hat.

Fazit: Ihr VAE-Markteintritt mit geprüften Daten

Establishment Card, E-Channel-Gebühren und Ihre spezifische Visaanzahl bestimmen die tatsächliche Bodenlinie. Ob Sie sich für die Geschwindigkeit von IFZA oder die Lage von Meydan entscheiden – der richtige Fit hängt von Ihren individuellen operativen Zielen ab.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine General-Trading-Lizenz in einer Dubai-Freizone 2026?

Einstiegspreise beginnen bei rund 12.900 AED (Stand Juli 2026) für die reine Lizenz, ohne Pflicht-Einwanderungsgebühren. Für ein voll betriebsbereites Unternehmen mit einem Visum sollten Sie 18.000 bis 25.000 AED einplanen.

Gibt es versteckte Gebühren bei der Freizonengründung?

Die häufigsten Überraschungen sind E-Channel-Kautionen und Establishment-Card-Gebühren, zusammen oft 3.000 bis 5.000 AED, die in Vermittlerbroschüren häufig fehlen.

Kann eine General-Trading-Lizenz mehrere Gesellschafter haben?

Ja, meist bis zu 50 natürliche oder juristische Gesellschafter, bei vollem ausländischem Eigentum. Jede Gesellschafterdokumentation muss den aktuellen Compliance-Standards der gewählten Behörde entsprechen.

Brauche ich ein physisches Büro für eine General-Trading-Lizenz?

Ein Flexi-Desk (3.000–7.000 AED jährlich) genügt für die meisten Handelsaktivitäten. Ihre Visaanzahl ist jedoch direkt an diese Fläche gekoppelt – ein einzelner Desk erlaubt meist maximal drei Aufenthaltsvisa.

Was unterscheidet eine Commercial- von einer General-Trading-Lizenz?

General Trading erlaubt den Handel mit mehreren, nicht verwandten Warengruppen unter einer Lizenz. Eine Commercial-Lizenz beschränkt auf eine Kategorie. Der höhere Preis der General-Trading-Lizenz erspart mehrere Nischenlizenzen bei wachsendem Sortiment.

Wie lange dauert die Ausstellung einer General-Trading-Lizenz 2026?

Die digitale Registrierung dauert meist 3 bis 5 Werktage; Behörden wie Meydan und IFZA bieten vollständig remote Setups an. Die Kontoeröffnung folgt separat und dauert wegen AML-Prüfung oft 4 bis 8 Wochen.

Ist die Körperschaftsteuer für Handelsunternehmen in Freizonen Pflicht?

Ja, die Registrierung ist seit 2026 für alle neuen Unternehmen Pflicht, unabhängig vom erwarteten Umsatz. Der Standardsteuersatz liegt bei 9 % ab 375.000 AED steuerpflichtigem Einkommen.

Wichtiger Hinweis: Alle Preisangaben sind Richtwerte (Stand Mai/Juni 2026) und können sich ändern. Bestätigen Sie aktuelle Konditionen direkt bei der Freizone oder Bank. Den vollständigen Artikel auf Englisch finden Sie hier.

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